Brockenbild des Tages

Blick vom Dach der Wetterwarte über das Brockenplateau zum Brockenhotel und Brockenmuseum.

Fotograf : Marc Kinkeldey Kontakt : Marc Kinkeldey Internet

Archivbilder

Brockengartenführung

Brockenbahn

Kirschblüten

Zweieinhalb Meter

Brockenhotel 50ziger Jahre

Das Brockenbild des Tages für die eigene Homepage

als Forums-Signatur oder für Ihr Igoogle

-
 

Diese Seite ist der Faszination des höchsten Harzgipfels gewidmet. Der Brocken inspirierte nicht nur zahlreiche Dichter wie Goethe und Heine zu poetischen Werken, sondern zieht auch heute jährlich rund zwei Millionen Touristen und Einheimische an. Wer selbst aktuelle oder historische Fotos oder auch Bilder der Flora, Fauna und markanter Wetterphänomene besitzt, kann sie hier zur Veröffentlichung einreichen.

Der zu Sachsen-Anhalt gehörende Brocken ist mit 1142 Metern Höhe der höchste Berg im Norden Deutschlands und des Harzes. Aufgrund seiner Lage in der früheren Sperrzone der innerdeutschen Grenze war er von August 1961 bis zum Dezember 1989 unzugänglich. Seit sich 1990 der Brocken wieder den Besuchern öffnete, hat sich das Bild des Brockengipfels stark geändert. Die einst von einer Mauer umgebenen militärischen Einrichtungen der Sowjetarmee, der Grenztruppen der DDR und des Ministeriums für Staatssicherheit mussten weichen, dafür erwartet den Besucher ein aussichtsreicher Brockenrundwanderweg, vorbei an dem höchsten Punkt mit der Brockenuhr, der Teufelskanzel mit Hexenaltar, dem Wolkenhäuschen, der aus dem früheren Fernsehsender umgebauten Brockenherberge und dem Brockenhaus mit Brockenmuseum . Zudem befindet sich auf dem Gipfel eine Sendeanlage für Radio und Fernsehen .

 

Brockengespenst

Ein Brockengespenst entsteht, wenn der Schatten des Beobachters auf eine Nebelwand fällt. Die Nebelwand kann man mit einer Kinoleinwand vergleichen, auf der das Schattenbild dann in mehrfacher Vergrößerung projiziert wird. Nur hat Nebel im Gegensatz zur Leinwand keine glatte Oberfläche, so dass 3D-Bilder entstehen, die sich durch Wallung des Nebels gespenstig verändern, ohne dass der Beobachter sich bewegt.

Der Name Brockengespenst wurde durch Johann Wolfgang von Goethe geprägt und weltweit bekannt gemacht, denn aufgrund des charakteristischen dichten Brockennebels wird der Beobachterschatten besonders groß und eindrucksvoll auf den aus unzähligen Wassertröpfchen bestehenden Nebel projiziert und hat schon manchen Wanderer in die Flucht geschlagen.

Manchmal bildet sich um den "Kopf" des Brockengespenstes eine farbige, ringförmige Leuchterscheinung, die so genannte Glorie. Diese entsteht durch Rückstreuung und anschließende Beugung der Sonnenstrahlen an den winzigen Nebeltröpfchen. Die kleinen runden Tröpfchen lenken die Lichtstrahlen dabei zu einem Muster konzentrischer Kreise ab.


 

 

Geschichte

Der Brocken wurde nachweislich zum ersten Mal im Jahre 1572 durch den Nordhäuser Arzt Johannes Thal bestiegen. 1736 ließ Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode auf dem Gipfel das so genannte Wolkenhäuschen und auf der Heinrichshöhe ein Unterkunftshaus zum Schutz der Brockenreisenden erbauen. 1800 entstand das erste Gasthaus unmittelbar auf der Brockenkuppe. Nachdem dieses am 23. Juli 1859 niederbrannte, wurde 1862 das neue Brockenhotel eingeweiht.

Die Brockenbahn wurde am 27. März 1899 eröffnet. Der Brockenbahnhof ist heute mit einer der höchstgelegenen Bahnhöfe in Deutschland.

1935 wurde zum ersten Mal vom Brocken eine Fernsehsendung abgestrahlt. 1936 wurde der erste Fernsehturm der Welt auf dem Berg erbaut.

Von 1945 bis zum April 1947 war der Brocken durch Truppen der USA besetzt. Danach erfolgte im Zuge eines Gebietsaustausches (Festlegungen der Jalta-Konferenz) die Übergabe an die Sowjetische Besatzungszone. Die Ruine des total zerstörten Brockenhotels wurde 1949 gesprengt. Von 1948 bis 1959 war eine Teilfläche des Brockens wieder für Touristen zugänglich, allerdings nur mit Passierschein. Ab August 1961 wurde der Brocken zum militärischen Sperrgebiet erklärt und war somit für die Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Der Gipfel wurde militärisch stark ausgebaut und nachfolgend umfangreich für Überwachungs- und Spionagezwecke genutzt. Auf dem Gipfel befanden sich zwei große und leistungsfähige Abhöranlagen des sowjetischen Militärgeheimdienst GRU und der Staatssicherheit der DDR.

Mit der deutschen Wiedervereinigung wurden ab 1990 schrittweise die Grenzsicherungsanlagen sowie die militärischen Anlagen abgebaut. Der letzte russische Soldat verließ den Brocken am 30. März 1994.

 

 

Brockenbahn

Nach zweijährigem Bau wurde am 27. März 1899 das letzte Gipfelstück der Brockenbahn der insgesamt 14 km langen Strecke von Wernigerode zum Brockengipfel freigegeben. Der Bau gestaltete sich vor allem durch die Hochmoore äußerst schwierig. Insgesamt hob man für den Bau der Brockenbahnstrecke 90000 Kubikmeter Moor aus und legte damit wesentliche Teile der Hochmoore trocken.

Mit dem Berliner Mauerbau vom 13. August 1961 wurde der Brocken für Touristen tabu und die Brockenbahn wurde in der Folgezeit hauptsächlich dazu genutzt, um Baumaterial für die Mauer und die militärischen Einrichtungen zum Gipfel hinaufzuschleppen.

Am 15.09.1991 schnaufte nach der Wiedervereinigung der erste Sonderzug unter dem Jubel tausender Schaulustiger zum Brockenbahnhof hinauf. Nach Streckenarbeiten fährt die Brockenbahn seit Sommer 1992 wieder fahrplanmäßig.

Der Brockenbahnhof ist heute mit 1.125 m ü. NN einer der höchstgelegenen Bahnhöfe in Deutschland.

 

 

Brockenmuseum im Brockenhaus

Auf Initiative von Dr. Horst Scheffler, dem damaligen Leiter des Harzmuseums in Wernigerode wurde eine ausgediente Radarkuppel provisorisch zum Brockenmuseum umgestaltet. Ab 1.07.1991 konnte man auf Schautafeln Wissenswertes über die Brockennatur und die alten Grenzanlagen erfahren sowie das älteste Stück Schiene der Brockenbahn sowie Original-Abhörtechnik bestaunen.

Am 1.07.1993 zog das Brockengebäude dann in die Moschee, dem einstigen Stasigebäude um.

Die imposante Form des heutigen Gebäudes als Kombination aus holzverkleideten Quader und halbrunder Kunststoffkugel bestimmt maßgeblich die Silhouette des Berges. Das Brockenhaus hat inhaltlich und baulich ein neues Gesicht bekommen. Im Inneren wich das Labyrinth enger Abhörkammern einer großzügigen Folge offener Ausstellungsräume. Auf drei Etagen wird der Besucher über die Geschichte des Berges, die Mystik um Hexen und Teufel sowie über die Entwicklung des Nationalparks Hochharz informiert.

 

 

 

Wetterwarte Brocken


Seit 1895 gibt es auf dem Brocken eine Wetterwarte.

Aber auch vorher machten viele naturwissenschaftliche Forscher den Brocken zum Zielobjekt ihrer Arbeiten. So nutzte auch Goethe im Dezember 1777 die meteorologischen Eindrücke, die er auf dem Brocken gewann, für seine „Farbenlehre„. Damit machte er zudem den Namen Brockengespenst weltberühmt, denn aufgrund des charakteristischen dichten Brockennebels wird der Beobachterschatten besonders groß und eindrucksvoll auf die aus unzähligen Wassertröpfchen bestehenden Nebelleinwand projiziert und hat schon manchen Wanderer in die Flucht geschlagen.

Carl Wilhelm von Oesfeld, Chef der trigonomischen Abteilung des preußischen Generalstabs, führte 1820 einen Monat lang auf dem Brocken stündliche Luftdruckmessungen durch und gab letztlich den Anstoß zu ständigen meteorologischen Messungen auf dem Berg. Von 1836 bis 1850 beobachtete der Brockenadministrator Claus Eduard Nehse im Auftrag des Grafen von Wernigerode und ab 1847 des Königlich Preußisch Meteorologischen Instituts täglich das Wetter, Temperatur, Wind und „übrige sich ereignende Merkwürdigkeiten„. Nach 1859 konnte leider niemand mehr gefunden werden, der die Wetteraufzeichnungen fortsetzte, deshalb setzten Dr. G. Hellmann und Dr. R. Aßmann alles daran, um den Bau eines Bergobservatoriums durchzusetzen. Im September 1895 konnte schließlich ein zweistöckiger Holzneubau bezogen werden. Da das Gebäude jedoch mit der Zeit wetterbedingte Mängel aufwies und zu klein wurde, entstand 1913 nebenan ein steinerner fünfstöckiger Neubau.

Im April 1945 wurde das neue Gebäude durch Bomben erheblich in Mitleidenschaft gezogen und der alte Gebäudeteil komplett zerstört. Für zwei Jahre besetzten anschließend die Amerikaner die Wetterwarte, so dass die meteorologischen Beobachtungen ruhen mussten. Bevor die Amerikaner auf Drängen der Russen abzogen, demolierten sie die Brockenwetterwarte restlos und entnahmen das gesamte Instrumentarium. Nach vorübergehendem Bezug einer provisorisch aufgestellten Hütte konnten die Beobachtungen im September 1947 wieder aufgenommen werden. In den Folgejahren wurde auch die Wetterwarte nach und nach wieder instand gesetzt.

Die Aussicht vom Gipfel des Brockens reicht bei klarer Sicht über 240 km. Die vorherrschende Wetterlage auf dem Gipfel ist allerdings Schnee, Regen und Nebel, so dass diese Sicht nur an wenigsten Tagen des Jahres gegeben ist. Um genau zu sein, ist der Brocken mehr als 300 Tage im Jahr, davon etwa 130 Tage ganztägig von Wolken und Nebel eingehüllt. Aufgrund am Harz angestauter feuchter atlantische Luftmassen regnet es etwa 230 Tage auf dem Gipfelplateau, insgesamt fallen im Jahresmittel 1610 mm Niederschlag. Schneefrei ist der Brocken nur von Juni bis September, aber selbst im August steigen die Temperaturen kaum über +10°C. Es kommt häufig zu abrupten und vehementen Wetterumschwüngen, Stürme können Geschwindigkeiten bis zu 260 km/h erreichen und im Winter in kürzester Zeit meterhohe Schneewände auftürmen.


 

Brockenhotel

Vom höchst gelegenen Hotel in Norddeutschland hat man bei guter Sicht einen einzigartigen Blick auf den ganzen Harz. Es ist das einzige Hotel im Zentrum des Nationalparks Harz. Zimmer und Gastronomie befinden sich auf acht Stockwerken im ältesten Fernsehturm Deutschlands. Die Brockenherberge bietet auch einfache Unterkünfte für Wanderer und Wandergruppen.

Die Geschichte des Brockens ist eng verbunden mit den Brockenwirten. Johann Ernst Mahrholtz war der erste Brockenwirt. Der Torfaufseher bewirtete Torfarbeiter und Reisende in einer Schutzhütte auf der Heinrichshöhe, die damals als Brockenhaus galt.

Das erste Gasthaus auf dem Brocken selbst wurde von Friedrich Christian Gerlach geführt. Er registrierte an manchen Tagen im Jahr 1825 schon einhundert und mehr Übernachtungen.

Am 17. April 1945 wurde bei einem Bombenangriff das alte Brockenhotel vollkommen zerstört.

Heute bewirten im umgebauten Gebäude des ehemaligen Fernsehsenders Hans und Daniel Steinhoff mit einem großen Team von Mitarbeitern die Touristen und Wanderer auf dem höchsten Harzgipfel. Die beiden Brockenwirte betreiben das Brockenhotel, das Cafe Hexenklause, den Touristensaal, den Goethesaal und die Bahnhofsgaststätte sowie im Sommer mehrere Kioske.

BROCKENBILD DES JAHRES 2011

Sonnenstunden

Fotografiert von: Rene Sosna